French Press
Kaffee ohne Kaffeemaschine – direkt aus der Kanne
Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee am frühen Morgen kann durch nichts übertroffen werden. Bereits bevor die Tasse Ihre Lippen berührt, setzen Sie damit die Stimmung für den gesamten Tag. Umso besser, wenn währenddessen im Hintergrund keine laute Kaffeemaschine brummt. Mit einer French Press können Sie ohne großen Aufwand schnell hervorragenden Kaffee zubereiten. Ganz ohne komplizierte Handgriffe oder teures Equipment. Und mit Bonus Pariser-Café-Flair!
Die fabelhafte Welt der French Press
Mit ihrem zylindrischen Glaskorpus und dem feinen Siebstempel ist die French Press ein hervorragendes Beispiel, dass gute Dinge nicht kompliziert sein müssen. Im Deutschen heißt sie auch Pressstempelkanne – und der Name folgt der Funktion.
Wie benutzt man eine French Press?
Geben Sie gemahlenen Kaffee in Ihre French Press. Wie viel kommt auf Ihren Geschmack und die Größe der Kanne an – für den ersten Versuch empfehlen wir einen gehäuften Esslöffel pro Tasse. Geben Sie dann die entsprechende Menge heißes Wasser in die French Press. Für die ideale Temperatur warten Sie am besten zwei Minuten, nachdem es aufgekocht ist.
Je nachdem, wie stark der Kaffee sein soll, rühren Sie ihn in der Kanne nach einigen Minuten um. Für das erste Mal empfehlen wir eine Ziehzeit von zwei Minuten. Ähnlich wie bei Tee! Haben Sie umgerührt, können Sie den Deckel auf die Kanne geben und den Stempel herunterdrücken. So wird der Kaffee im Boden der Kanne komprimiert und zieht nicht weiter, weil kein Wasser mehr durch ihn hindurch zirkuliert. Er ist jetzt genussfertig!
Kann man in einer French Press noch mehr zubereiten als Kaffee?
Eine French Press hat zwar nicht die ganzen glänzenden Knöpfe, über die eine hochwertige Kaffeemaschine verfügt. Aber sie hat doch ein größeres Repertoire als nur einfachen schwarzen Kaffee.
Großblättrige Tees, Kräutertees und Früchtetees können Sie beispielsweise ganz hervorragend in einer French Press zubereiten. Lassen Sie sie einfach wie gewohnt ziehen und drücken Sie dann den Stempel herunter. Achten Sie nur darauf, dass der Tee nicht fein genug ist, dass der durch das Sieb gelangen kann.
Und wer sagt überhaupt, dass Kaffee heiß sein muss? Eine French Press eignet sich ganz hervorragend dafür, Cold Brews zuzubereiten. Lassen Sie den Kaffee einfach für die gewünschte Zeit ziehen und pressen Sie ihn dann ab. Dann muss nichts extra gefiltert werden!
Sie möchten, dass Ihr Wasser mehr Geschmack hat, wollen aber nicht ständig Minzblätter ausspucken? Auch dafür ist eine French Press eine tolle Lösung. Nutzen Sie sie für ein Infused Water mit Kräutern und Früchten. Wenn Sie den Stempel herunterdrücken, haben Sie nie wieder aus Versehen ein störendes Blatt im Mund.
Woher kommt der Begriff French Press?
French Press dies, French Press das… aber warum heißt die eigentlich so? Die Antwort ist erstaunlich offensichtlich in einer Welt, in der viele der anderen größeren Kaffee-Erfindungen von Italienern getätigt wurden: Eine der früheren Varianten der French Press wurde in Frankreich erfunden und deswegen auch als französisches Produkt beworben. Besonders in Großbritannien, wo zu diesem Zeitpunkt französische Produkte besonders schick waren. Und warum wir in Deutschland French Press sagen? Vermutlich, weil „Pressstempelkanne“ als Alternative nicht viel hermacht.