
Auflaufformen
So viele Aufläufe, so wenig Zeit
Aufläufe sind eins der vielfältigsten Gerichte der westlichen Küche. Das liegt daran, dass die Kategorie so weit gefasst ist: Ein Auflauf ist einfach eine Ansammlung an Zutaten, geschichtet in einer Form, übergossen mit einer Ei-Sahne-Mischung und dann im Ofen gebacken. Zutaten und Würzung können komplett auf die lokale Küche oder die Jahreszeit angepasst werden.
Das bedeutet nicht nur, dass es viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten bezüglich Gemüse, Stärke und Protein gibt – sondern auch, dass ein Auflauf ein süßes Dessert sein kann! Ein Hirtenauflauf mit Kartoffeln, Hackfleisch und Feta ist genauso ein Auflauf wie ein traditioneller Ofenschlupfer aus altbackenem Brot mit Äpfeln und Rosinen.
Nur eines bleibt immer gleich: Die Form. Zwar gibt es für verschiedene Auflaufarten verschiedene Formen, die am besten funktionieren, aber eine Form brauchen sie alle. Wenn Sie also die bunte Welt der Aufläufe für sich erschließen möchten, dann brauchen auch Sie eine gute Auflaufform für Ihre Küche.



Das richtige Material für Ihre Auflaufform
Aber woraus sollte die Auflaufform denn jetzt bestehen? Zwischen den vielen Möglichkeiten kann es schwerfallen, die Wahl zu treffen. Hier sind einige Dinge, die Sie beachten sollten.
Auflaufformen aus Edelstahl
Am günstigsten sind meist Auflaufformen aus Edelstahl. Diese können ganz einfach aus dem Metall gepresst werden, was sie auch im Verkauf erschwinglich macht. Zusätzlich sind sie widerstandsfähig und können einfach in der Spülmaschine gereinigt werden, sofern sie darin Platz finden. Interessant wird es dann auf dem Tisch: Auflauf wird meist in der Form serviert. Da Edelstahl einen sehr bestimmten Look hat, müssen Sie wissen, ob er zu Ihrem guten Geschirr passt. Fast noch wichtiger ist aber, dass Edelstahl keine Wärme speichert. Sobald Sie Ihren Auflauf auf den Tisch stellen, wird er ungebremst abkühlen. Möchten Sie also warmen Nachschlag, ohne zwischendurch in die Küche pilgern zu müssen, wäre ein anderes Material die bessere Wahl.
Auflaufformen aus Steingut
Wenn Sie buntes Geschirr bevorzugen, dann werden Sie sich vermutlich für eine Auflaufform aus Steingut entscheiden. Dieses Material ist es, das oft bunt glasiert oder sogar mit Mustern dekoriert ist. Es verströmt Wärme auf dem Tisch – nicht nur, weil es so lebendig aussieht, sondern auch, weil es sie gut speichert. So bleiben Ihre Aufläufe nach dem Auftischen länger warm. Wichtig ist nur, dass Sie darauf achten, Ihre Auflaufform aus Steingut vorsichtig zu behandeln. Von allen möglichen Materialien ist es das fragilste. Es ist verlässlich gegenüber Temperaturschocks, also sollten Sie es nicht zu schnell aufheizen und vor dem Abspülen immer ganz abkühlen lassen. Achten Sie auch darauf, die Form immer vollständig trocknen zu lassen, bevor Sie sie in den Schrank stellen. Manches Steingut sollte nicht in die Spülmaschine.
Auflaufformen aus Porzellan
Die meisten Auflaufformen bestehen aus Porzellan. Und das aus gutem Grund! Nicht nur sieht das weiße Gold sehr edel aus und passt bei Tisch zu den meisten Geschirren – es ist auch höchst strapazierfähig. Sie können es hoch erhitzen, in der Spülmaschine und in der Mikrowelle verwenden. Die allermeisten Auflaufformen können sogar nach dem Abkühlen nebst Auflauf eingefroren werden. Praktisch für Mealprepping!

Wofür ist die Form denn?
Auflaufformen kommen in allen Formen und Größen. Was für eine Sie brauchen, kommt darauf an, was Sie kochen. Wird es ein mediterraner Gemüseauflauf? Eine Lasagne? Ein schickes Kartoffelgratin?
Die Allround-Auflaufform
Auflaufform ist nicht gleich Auflaufform – aber mit einer hochwandigen, rechteckigen Porzellanform können Sie nichts falsch machen. In ihr können Sie die meisten Aufläufe zubereiten. Von herzhaften Aufläufen zur Hauptspeise bis hin zu süßen Delikatessen zum Nachtisch ist alles möglich.
Die Gratinierform
Ein Gratin ist ein überbackenes Gericht mit einer delikaten Kruste. Eine Unterart des Auflaufs also, mit dem Unterschied, dass die Zutaten von Gratins oft ordentlicher geschichtet werden und in der Soße nicht immer Ei enthalten ist. Klassisch ist das Kartoffelgratin, aber Gratins können auch mit anderen Gemüsearten zubereitet werden. Oft ist das Gratin jedoch nur eine Beilage. Wegen der geringeren Menge und aufgrund von Garzeiten sind Gratins in der Form oft nicht so hoch geschichtet wie andere Aufläufe. Deswegen haben Gratinierformen weniger hohe Wände als andere Auflaufformen. Dies erlaub auch eine bessere Luftzirkulation für die Entstehung der namensgebenden Kruste.



Die Lasagneform
Auch in der Lasagneform wird geschichtet, allerdings wesentlich höher. Da liegt es nahe, dass die Ränder der Auflaufform höher sind! Das ermöglicht mehr Schichten dampfender Nudeln, leckerer Soße und nach Geschmack sogar gesundem Gemüse. Oft sind Lasagneformen gut austauschbar mit normalen Auflaufformen, weil sie im Grunde den gleichen Zweck erfüllen.
Die Souffléform
Ein Soufflé ist eine Eierspeise aus geschlagenem Eiklar, die im Ofen gebacken wird und für ihre ikonische aufgebauschte Form bekannt ist. Aufläufen ähnelt sie also hauptsächlich in der Zubereitungsart und weniger in den Zutaten. Eine Form braucht Ihr Soufflé trotzdem. Souffléformen sind klein und rund. Da die Speise in Einzelportionen zubereitet und in der Form serviert wird, werden Sie mehrere benötigen.
Die Tarteform
Das Innere einer Tarte, von der knusprigen Teighülle abgesehen, ist im Grunde auch ein Auflauf. Ob rund oder eckig – Tarteformen haben mit ihrem gewellten Rand einen besonderen Look. Und in weißem Porzellan sehen sie sehr edel aus. Perfekt für eine luxuriöse Schokotarte oder eine rustikale Quiche Lorraine.
























